Vivian Glade

Brief an Oma


Text / Musik: Vivian Glade

Wir zwei kennen uns doch eine ziemlich lange Zeit.
Oma, stimmts nicht? Hab ich nicht recht?
Erinnerst du dich, als ich in den Kindergarten kam
und dort stiften ging? Und allen war vor Angst ganz schlecht?

Und kannst du dich erinnern, als die Putzwut mich befiel,
Hab aufm Balkon anstatt des Wassers Mamas Bowle missbraucht.
Und als ich mit meinem ersten Freund vergaß, nach Haus zu gehen
und du dann auf der Straße standest, mann, hat die Luft geraucht!!!

Weißt du eigentlich, was ich mir wünsche?
Schon richtig lange, so richtig mächtig, mit aller Kraft?
Mögest du doch ewig leben. Immer meine Oma sein.
Die mich aufbaut, mich tröstet, um mich sorgt und die mich liebt.
Ohne dich will ich nicht mehr sein.


Hast du mir nicht gesagt, nur nie den Mut verlier'n?
Haste recht gehabt, Oma. Leben ist schön.
Oma, was soll sein, wenn du nicht mehr bei mir bist,
was soll dann werden? Gott, wird mir das dreckig gehen.

Ein ewiges Leben, der Lohn aller Mühn,
Momente, so wunderschön wie nie zuvor,
das alles wird noch sein, ich weiß es absolut genau,
das kommt bald wieder, glaube mir! Und drum sing ich's dir noch mal vor,

damit du nie vergisst, dass ich dich lieb hab,
von ganzem Herzen, so richtig mächtig, mit aller Kraft.
Mögest du doch ewig leben, und für immer bei mir sein,
mich wieder aufbauen, mich trösten, immer meine Oma sein,
und auch ich lass dich nicht mehr allein.
Ohne dich fühl ich mich winzig klein.
Ohne dich will ich niemals sein.

22.7.10 14:24

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