Vivian Glade

Tunnelblick

Nein! Ich habe KEINE depressive Phase. Dieser Song entstand für einen Film von Schülern des Bremerhavener Lloydgymnasiums, den sie in ca. 1 Stunden einsingen kommen. Ich hab ihn also wie immer in "letzter Sekunde" fertig...

TUNNELBLICK
Text / Musik: Vivian Glade

Da ist kein Wind, kein Klang, kein Duft, kein Spiel von Farben. Nichts. Nur grau. 
Fühl gar nichts außer einem Hauch von Traurigkeit.

Kein Links, kein Rechts, kein Vor und kein Zurück, ich weiß genau, 

es greift nach mir: Das Monster namens Einsamkeit.

Da rettet gar nichts mehr. Ich hocke wie ein Opfertier

in meinem Loch und warte, dass mich das Monster frisst.

Mein Leben, es stagniert, ich bin restlos resigniert.

Das ist mein Schicksal. Es kommt, wie's immer ist.



Denn ich bin blind, ich bin taub, wie gelähmt, der Kopf ist leer,

so sehr hilflos wie grad' jetzt war ich noch nie. 

Da sind keine Ziele, kein Idol, an dass ich glaub', nur mein Herz ist
tonnenschwer. Ich möchte schrei'n und weiß nicht, wie.


(Bitte)Kannst du für mich sehn? Für mich hör'n? Hilf mir auf, geh mit mir

und begleite meinen Weg ein kleines Stück.

Meine Verzweiflung nimmt mir alle Luft. Ich will Licht und kann nicht...

Bin gefangen im Tunnelblick.




Ich kann das Licht einfach nicht finden, die Suche hat mir alle Kraft genommen,
doch vielleicht kriegt das Licht ja mich?

Ich blieb hier noch ein wenig steh'n und ruh mich aus,

denn wenn ich Glück hab, kommt das Licht durch dich.

Wenn deine Hand mich hält, dein Lächeln wärmt und ich spür, dass du das ernst meinst, was du da sagst,

werd ich dir bis ans Lebensende dankbar sein,
weil du das Risiko, ein Licht zu sein, wagst!



Was war ich blind, völlig taub, wie gelähmt, der Kopf war leer,

so sehr hilflos wie vorhin war ich noch nie. 

Gib mir ein Ziel, eine Kraft, an die ich glaub',
Gott, ich sehne mich so
sehr nach einer Hand so wie noch nie!

Dann kann ich wieder seh'n, wieder hör'n, und ich weiß, du stärkst mich

und gehst mit mir meinen Weg ein kleines Stück.
Meine Verzweiflung löst sich auf in Luft. Vielleicht find ich doch mein Licht?

Befrei mich vom Tunnelblick.

Gib mir ein Ziel, eine Kraft, an die ich glaub',
Gott, ich sehne mich so
sehr nach einer Hand so wie noch nie!

Jetzt kann ich endlich wieder Hoffnung sehn und glauben, denn du stärkst mich

und gehst mit mir, vielleicht hab ich endlich Glück.
Meine Verzweiflung löst sich auf in Luft.
Und zu diesem Tunnelblick will ich nie zurück.

1.12.09 11:48

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Renate Laufs / Website (1.12.09 12:48)
Wie immer, ein guter Text, er sagt viel über uns, und unsere Gesellschaft aus
Einsamkeit, Verlorenheit,Traurigkeit,Herzlosigkeit
Aber es gibt immer einen Hoffnungsschimmer.
"Wenn du denkst es geht nicht mehr kommt irgendwo ein Lichtlein her."
Das ist das Licht im Herzen der Menschen
das ist das Licht des Advents
Es wünscht Dir einen lichten Tag
Renate