Vivian Glade

Was ich gelernt habe

Ich bin von Natur aus kein sicherer Mensch. Ich hinterfrage eigentlich alles. Mein Verhalten und natürlich auch das anderer bzw. meine Reaktionen auf das Verhalten anderer - und umgekehrt. Immer bin ich dann auch von Gedanken getrieben, die sich um das "Richtig" oder "Falsch" drehen. Das hat Vorteile. Denn so kann man natürlich eine Menge lernen, wenn man ständig sich und andere reflektiert. Dieses Jahr kann man als Jahr der "Selbstreflexion" (oder "Jahr des Selbstzweifels") bezeichnen.

Ich weiß aber, dass ich meinen ganz privaten Lebenssinn gefunden habe. Ein Weg, der mir bestimmt ist. Ein Weg, den ich schon länger unbewusst zu gehen versucht habe. Und nun gehen kann. Bei allem Kummer, der mir noch bevorstehen möge, weiß ich aber doch, dass ich DIESEN Weg ungeachtet aller noch bevorstehenden Katastrophen bis zum Ende gehen kann und will. Wir haben es "Glad(E)maken" genannt. Aber ich brauche gar keinen Chor oder Verein dafür. Das ist das Beste an allem, denn egal, was andere sagen oder denken - ich weiß, den Weg kann ich gehen.

Ich denke, ich habe damit ein Glück, das den meisten Menschen verwehrt bleibt. Ich werde ein erfülltes Leben haben - jenseits von Erfolgsdruck und Applaus. Und ich kann es anderen zeigen und weiter geben. Ob sie in meinen Chören singen oder niemals auch nur ansatzweise da aufschlagen würden. Und ich kann es einfach für mich tun. Nicht nur zu Anlässen wie Weihnachten. Sondern immer.

14.12.08 15:48

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Steffi (13.10.09 19:48)
Sehr schöner Text.

Der gefällt mir sehr gut.