Vivian Glade

Peinliche Geburtsstadt

Magdeburg... Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und damals wie heute Hochburg für rechtsextreme Gewalt sowie einen erschreckend hohen Mangel an Zivilcourage.
Da soll noch mal einer über Bremerhaven herziehen!!!!!

Ich möchte die Magdeburger nicht über einen Kamm scheren. Aber ich hab noch lebendige Erinnerungen an Zeiten, wo ich von Zivilcourage abhängig war. Weggucken gehört in Magdeburg zur Tradition. Also, liebe Magdeburger (und alle anderen!!!!): Wie schon im Artikel steht: Helden braucht ihr nicht sein. Aber ein Handy hat fast jeder in der Tasche. Wenn sowas passiert wie am Wochenende dort, dann ruft via Handy um Hilfe!!!! Ich verweise bei der Gelegenheit auch noch mal auf www.mutgegengewalt.de

Ich zitiere nun aus msn online:

Ausländerfeindliche Übergriffe in Magdeburg

Magdeburg (dpa) - Bei zwei ausländerfeindlichen Übergriffen sind in Magdeburg am Wochenende vier Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte wurde in der Nacht zum 1. Advent in der Innenstadt eine Gruppe Afrikaner angegriffen.

Zwei Männer aus dem westafrikanischen Niger und ein Polizist, der einen Angreifer festhalten wollte, seien verletzt worden. Zuvor war am Samstagabend eine schwangere Irakerin mit ihrem Kind in einem Bus geschlagen worden. Die Polizei nahm die 28 und 30 Jahren alten Angreifer fest. Am Sonntag wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die vier Afrikaner aus dem Niger, eine 23 Jahre alte Frau und drei Männer im Alter von 25, 27 und 38 Jahren, waren in der Magdeburger Innenstadt vor zahlreichen Schaulustigen von zunächst drei Männern angegriffen worden. Ein Täter habe die Gruppe angerempelt, teilte die Polizei mit. Dann schlugen die Männer zu und riefen ausländerfeindliche Parolen. Im Laufe der Auseinandersetzung gesellten sich mindestens drei weitere Angreifer hinzu. Ein Passant habe die Polizei alarmiert. Ein herbeigeeilter Polizist sei verletzt worden, als er versuchte, einen der Täter festzuhalten. Alle Angreifer konnten entkommen.

Die 20 Jahre alte Irakerin war gegen 22.00 Uhr mit ihrem zweijährigen Kind im Kinderwagen in Begleitung einer weiteren Frau und dreier Männer aus dem Irak in den Bus gestiegen. Sofort seien sie von einer Gruppe Deutscher beschimpft und beleidigt worden, teilte die Polizei mit. Dann habe ein 30 Jahre alter Mann die Schwangere aufgefordert, Platz zu machen, und ihr unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Kurz darauf habe ein 28-Jähriger sie gegen ihren Kinderwagen gestoßen. Ihr Kind blieb den Angaben zufolge unverletzt. An einer Haltestelle flohen die Angreifer. Die Irakerin wurde mit Unterleibsschmerzen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später fest. Am Sonntag seien sie jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden, hieß es. Der Staatsschutz habe in beiden Fällen Ermittlungen unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

Die Mobile Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt forderte mehr Zivilcourage von Zeugen. «Niemand muss gegenüber Gewalttätern den Helden spielen. Doch ein Handy hat fast jeder in der Tasche. Es reicht aus, die Polizei zu rufen und sich anschließend als Zeuge zur Verfügung zu stellen», sagte Sprecherin Martina Nees am Montag laut einer Pressemitteilung in Magdeburg. Es sei besorgniserregend, dass es manche Zeugen an einem Mindestmaß an Zivilcourage mangeln ließen, wie zuletzt öfter Fahrgäste in Magdeburger Bussen und Straßenbahnen.

3.12.07 16:26

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jess / Website (3.12.07 20:27)
Habe neulich bei sternTV gesehen, dass ein Pfarrer bei nem Naziaufmarsch alle 6 Glocken seienr Kirche laut hat läuten lassen. Das war echt cool, die wurden übertönt und haben sich wegbewegt. Ein Zeichen!