Vivian Glade

Tunnelblick

Nein! Ich habe KEINE depressive Phase. Dieser Song entstand für einen Film von Schülern des Bremerhavener Lloydgymnasiums, den sie in ca. 1 Stunden einsingen kommen. Ich hab ihn also wie immer in "letzter Sekunde" fertig...

TUNNELBLICK
Text / Musik: Vivian Glade

Da ist kein Wind, kein Klang, kein Duft, kein Spiel von Farben. Nichts. Nur grau. 
Fühl gar nichts außer einem Hauch von Traurigkeit.

Kein Links, kein Rechts, kein Vor und kein Zurück, ich weiß genau, 

es greift nach mir: Das Monster namens Einsamkeit.

Da rettet gar nichts mehr. Ich hocke wie ein Opfertier

in meinem Loch und warte, dass mich das Monster frisst.

Mein Leben, es stagniert, ich bin restlos resigniert.

Das ist mein Schicksal. Es kommt, wie's immer ist.



Denn ich bin blind, ich bin taub, wie gelähmt, der Kopf ist leer,

so sehr hilflos wie grad' jetzt war ich noch nie. 

Da sind keine Ziele, kein Idol, an dass ich glaub', nur mein Herz ist
tonnenschwer. Ich möchte schrei'n und weiß nicht, wie.


(Bitte)Kannst du für mich sehn? Für mich hör'n? Hilf mir auf, geh mit mir

und begleite meinen Weg ein kleines Stück.

Meine Verzweiflung nimmt mir alle Luft. Ich will Licht und kann nicht...

Bin gefangen im Tunnelblick.




Ich kann das Licht einfach nicht finden, die Suche hat mir alle Kraft genommen,
doch vielleicht kriegt das Licht ja mich?

Ich blieb hier noch ein wenig steh'n und ruh mich aus,

denn wenn ich Glück hab, kommt das Licht durch dich.

Wenn deine Hand mich hält, dein Lächeln wärmt und ich spür, dass du das ernst meinst, was du da sagst,

werd ich dir bis ans Lebensende dankbar sein,
weil du das Risiko, ein Licht zu sein, wagst!



Was war ich blind, völlig taub, wie gelähmt, der Kopf war leer,

so sehr hilflos wie vorhin war ich noch nie. 

Gib mir ein Ziel, eine Kraft, an die ich glaub',
Gott, ich sehne mich so
sehr nach einer Hand so wie noch nie!

Dann kann ich wieder seh'n, wieder hör'n, und ich weiß, du stärkst mich

und gehst mit mir meinen Weg ein kleines Stück.
Meine Verzweiflung löst sich auf in Luft. Vielleicht find ich doch mein Licht?

Befrei mich vom Tunnelblick.

Gib mir ein Ziel, eine Kraft, an die ich glaub',
Gott, ich sehne mich so
sehr nach einer Hand so wie noch nie!

Jetzt kann ich endlich wieder Hoffnung sehn und glauben, denn du stärkst mich

und gehst mit mir, vielleicht hab ich endlich Glück.
Meine Verzweiflung löst sich auf in Luft.
Und zu diesem Tunnelblick will ich nie zurück.

Magie

So. Puh. Nun ist es also geschafft: Nach einem Jahr richtig viel Arbeit, wochenlangem Zittern und noch mehr Beten ist sowohl das Musical auf die Bühne gekommen als auch das Album (bzw. "die Alben") draußen und käuflich erwerbbar (www.pkupk.de):

"Prima Klima - Unprima Klima" hat seine Premiere im TiF gefeiert und 2 Tage vorher vor geladenen Gästen in der Wilhelm-Raabe-Schule, wo es so manches Wiedersehen gab, unter anderem mit Ex-Choreographin Jola, die auch gleich noch Fraukes Gast für eine Nacht wurde (weil die beste Freundin arbeiten musste). Das war schon echt nett, aber... Nicht zu vergleichen mit den Aufführungen im TiF, denn da spielte sich der Chor frei. Da wurde aus gelangweilten Chorsängern plötzlich ein ganzer Haufen quakender Frösche, jeder in noch so kleiner Rolle spielte, als ginge es um alles und somit wurde schon die 15-Uhr-Vorstellung schön.



Aber die 20-Uhr-Vorstellung toppte alles. Das Publikum (das Beste, das wir haben konnten!!!!) hatten wir vergessen, es fühlte sich an, als spiele man ein Spiel und nicht Theater, es machte nur noch Spaß. Fröschlein wurden "gefressen", ein Paddel mit Erdnussflips brachte die Leute zum Lachen und Arro, unser Füchslein (alias Julian) schaffte es, den sonst schon höchst amüsanten Paddel (alias Philip) glattweg noch an die Wand zu spielen - und das heißt wirklich was. Plümmi und Netti spielten besser als je zuvor (und das, wo unsere Plümmi-Jo keine 5 Minuten vor Beginn der Vorstellung noch bitterlich geweint hatte und wir schon überlegten, ganz schnell die Zweitbesetzung auf die Reise zu schicken), Onkel Hlono alias Martin war besser als je zuvor und spielte sich komplett frei (und das war auch ein geiler Onkel Hlono). Frank Kirklin alias Marvin schaffte es, dass seine eigene Familie ihn erst erkannte, als er den Mund aufmachte (und vor Lachen schon nicht mehr zuhören konnte), während die Frösche hinten... Die waren der Hammer. Ganz ehrlich: Wie toll mag es sein, einer von ca. 20 Fröschen (oder Fledermäusen oder Waldtieren) zu spielen...? Offensichtlich musste man da aber keine Sprechrolle kriegen, um Publikum, Hauptdarsteller und mich so an den Lachmuskeln zu kitzeln, dass ich ein paar Mal in meinem Eulenbaum verschwinden musste, um nicht los zu brüllen... Königlich! Publikum war plötzlich nicht mehr relevant, weil es nur noch Spaß machte, und dadurch ...

Dadurch wurde es magisch. Und wie. Und ich glaube, das haben die Leute im Publikum gemerkt. Der Chor sang besser als je zuvor, spielte für meine unwissenden Begriffe sensationell und mit so viel Spaß... Frauke und ich haben das alles beobachtet - sie vom Erzählersessel vor der Bühne, ich im Eulenbaum, und ich glaube, ihr ging es exakt genauso wie mir: Wir sahen, wie das, was wir ein Jahr lang kreiert, bearbeitet und heimlich erhofft hatten für alle, wahr wurde. Onkel Hlono und seine Welt begannen zu leben und übernahmen die Herrschaft über 70 Minuten im TiF.

Ohne einen Ferhat Bouhaddi, der Musiklehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule in Bremerhaven ist, und ohne einen Schul"direx" Jochen Schlegel, die Probenmöglichkeiten und vorallem das technische Knowhow der Schule wäre das nie so geworden, aber vor allem Ferhat und seine eigene Begeisterung und sein Wissen haben da riesengroßen Anteil. Wahnsinn - und das als Lehrer, ohne einen Cent zusätzlich zu bekommen. Ich kann nur hoffen, dass die Kooperation zwischen Glad(E)makers und Schule noch intensiver wird und wir das zurück geben können. Ich bin ja schon privat sehr angetan von der Arbeit dieser Schule: Seitdem geht mein Kind nämlich gern in den Unterricht. Aber so viel Engagement ist tatsächlich höchst selten. Ein Glücksfall für eine Kreative wie mich.


Wir alle wissen, dass das Musical des Themas wegen nie ausverkauft sein wird. Wir wissen, wir werden alle damit nicht reich. Wir wissen, die Hörspiele und Soundtracksongs werden keine Charts der Welt stürmen und viele interessiert schlicht auch das Thema nicht. Auch die ersten Neider pöbeln bereits - so auf der Nordseezeitungsseite (Region/ Wissen und Kultur/ Kommentare), aber kein Neider, kein halbvolles Haus und auch die wackligen Finanzen des Vereines kommen nicht gegen die Tatsache an, dass DAS, was wir da am Sonntag Abend im TiF auf der Bühne erleben durften (zumindest was ICH erleben durfte, ich kann ja nicht für alle sprechen), uns niemals mehr zu nehmen ist.


Ich möchte weder für erhobene Zeigefinger noch für Heile-Welt-Getue bekannt werden. Ich möchte, dass meine Sänger auch in anderen Chören und Gruppen aktiv sind, dass sie lernen, Konflikte fair und konstruktiv auszutragen, und dass sie lernen, mit excellenter Qualität zu wuchern. Denn DIE ist es, die uns das bringt, was wir brauchen, um anderen zu helfen. Und nicht zuletzt diese Magie, von der ich sprach, die ist es doch, die ganz viel "Gladmakendes" hat:

Wir können damit Menschen anderthalb Stunden lang aus ihrem Trott reißen. Anderthalb Stunden haben sie einfach gar keine Zeit mehr, an motzende Chefs, nörgelnde Kinder, drohende Rechnungen und andere Widerwärtigkeiten zu denken. Anderthalb Stunden ist die Einsamkeit vergessen, die Resignation und die Hoffnungslosigkeit. Dafür wurde ordentlich gelacht und gestaunt und geweint.

Und DAS IST, was ich will. Ich weiß sehr wohl, was manche denken, aber das ist, was ich immer wollte: Eben Magie.

CO2 - Der Titelsong als Video

Ich hoffe, es gefällt euch.

CDs vom Musical in einer Woche!

Seit Jahren werde ich gelöchert, wann ich endlich mal ein Album mit eigenen Songs raus bringe, nun isses soweit: Am 22.11.2009 bei den TiF-Vorstellungen um 15 und 20 Uhr ist erstmals das Musical "Prima Klima - Unprima Klima" auf Cd erhältlich. Gleichzeitig erscheint der Soundtrack zum Musical. 11 Songs sind auf dem Soundtrack zu haben. Und sowohl Hörspiel-CD als auch der Soundtrack sind "Charityprodukte": Alle Einnahmen (Eintritte, CD-Einnahmen, GEMA) gehen komplett und ganz an die Glad(E)makers.

Donnerstag 19.11.2009 Radio Bremen TV
"Ansichten" um 18.45 Uhr (Talkshow mit Dirk Meißner)
Dort sind die Hauptdarstellerinnen Jo und Maria, meine Autorin Frauke Daams und ich zu Gast.

Voraussichtlich Samstag, 21.11.2009 ebenfalls bei Radio Bremen TV
"Buten un binnen" mit einem Bericht von den Musicalproben und einem Glad(E)makers-Portrait

Und nachträglich am 27.11.2009
10.50 Uhr Deutschlandradio Kultur
"Profile" mit einem Portrait über die SoulKeepers

Wir haben folgende Aufführungen:

Sonntag, 22.11.2009
PREMIERE mit anschließendem CD-Verkauf
jeweils 15 Uhr und 20 Uhr
Theater im Fischereihafen (TiF) Bremerhaven
Eintritt: 12 € / 6 €
Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.tif-bremerhaven.de

Freitag, 04.12.2009
Mittwoch, 09.12.2009
Freitag, 11.12.2009
Freitag, 18.12.2009
Jeweils 18 Uhr Wilhelm-Raabe-Schule Bremerhaven
Eintritt: 5 € / 3 € nur an der Abendkasse
Ein Teil der Einnahmen geht an den Elternverein der W.-Raabe-Schule.

Dankbarkeit an einem solchen Tag

Vor 20 Jahren saß ich da mit einer Buddel Wein in der Hand und betrank mich mit meinen gerade 15 füchterlich, weil ein ältlicher Wichtigtuer in einer Pressekonferenz etwas bekannt gab, das mein Leben .... ja... rettete. Heute, mit 35 Jahren, sitze ich ungeachtet allen Stresses friedlich auf der Couch meiner Nachbarin, mit einem Sekt in der Hand, in einen Farbfernseher schauend, wissend, dass ich morgen WARM duschen kann, Kaffee und ein gut gefüllter Kühlschrank da sind, und dass ich eigentlich so vieles gewonnen habe... Vor 20 Jahren fiel die Mauer. Also kein Jugendwerkhof, wie man mir gern androhte. Sondern eine Zukunft. In der so viel passierte: Früh das erste Kind (2 Jahre nach dem Mauerfall!), keine berufliche Ausblidung und dieser Spleen mit der Chorleiterei. Ich glaube, ich hatte gar keinen Schimmer, wo ich in 20 Jahren stehen würde. Da, wo ich gelandet bin - als Chorleiterin eines Vereines voller Leistungschöre, die gleichzeitig sozial handeln - kann ich zufrieden zurück blicken. Oh ja, viele Schwierigkeiten... Aber irgendwie... hab ich mit ganz viel Anschub von oben doch alles irgendwie gebacken bekommen. Ich bin tollen Menschen begegnet: Einer Angelika Ahrens, die eine meiner treusten und liebsten Freunde ist - seit über 6 Jahren erträgt die Arme jeden neuen Tag Mails und Anrufe und Spleens. Einem Klaus, der so geduldig ist wie kaum sonst ein Freund. Juli, der ein mittlerweile 18jähriger Mann geworden ist und vom "Babyboy" zum Freund geworden ist. Jo, die gerade ganz doll krank ist und mich fürchterlich erschreckte, weil sie 2 Tage lang nicht getrunken und gegessen hat. Eine Lilli, die mir zeigte, wie man eben Stil in sein Leben bringt. Eine Frauke, die mir hingegen zeigte, wie man Dinge hinkriegt, die nicht zu bewältigen waren und mit der ich einfach nur herrlich lachen kann. Meine Glad(E)makers, Kollegen wie Ferhat oder Anne Schmeckies oder andere... Oh ja. ich bin gestresst und müde und immer noch nicht gesund und... EIN GLÜCKLICHER MENSCH.

ARD, Geburtstage und etwas Herzklopfen

Gestern lief auf der ARD mittags die Doku "Bilderbuch Deutschland" und man zeigte Bremerhaven, und zwar DAS Bremerhaven, das ich auch so sehr liebe. Und trotzdem fürchtete ich diesen Moment, denn auch wir, die Glad(E)makers, spielten dort eine Rolle. Ich sah mich noch im Schiff sitzen, meine 30 Mitfahrer längst heiser vom Schiff aus nahezu an die Ufer schreien, weil keine Anlage funktionierte, wir waren müde, nöhlig und durch mit allem. Aber dann ... Herr Meißner, der Filmemacher, hat offensichtlich genau zugehört und verstanden, was wir da eigentlich tun. Die Bilder waren gut, die musikalische Qualität besser als erwartet und die Interviews sogar richtig mega! Ja. Schön! Ich kann also mit gutem Gefühl nun weiter machen: Lerndemos basteln, Albumrelease vorbereiten, das Musical in die Zielgerade bewegen und all die anderen Dinge, die mir wohl noch ein Magengeschwür einhandeln werden. Gott. Es hat sich echt viel geändert. Nicht nur dass wir Roben haben...

Ich habe soviel seit Sommer 2008 geschrieben zu all den Änderungen, trotzdem (auch weil heute der 10. Geburtstag der Prayers & Preachers wäre), ein kleiner Rückblick auf die letzten anderthalb Jahre:

- Wir haben aus den "Prayers & Preachers" etwas noch Schöneres gemacht.
- Einen Verein mit einem Chor plus Anhängen (wie EWS oder "Unterchören") haben wir einen Verein mit 4 gleichrangigen Chören gemacht, nämlich den SoulKeepers (samt SoulKids) als Jugendchor, JaM als Projekt - und "Leute, die einfach nur singen wollen"-Chor, die Soulistix als Gospelchor für alle ab 18 mit hohem Leistungsanspruch und die "Creme of the crop": Die Survivors, die eben besondere Sachen machen, die man mit anderen Chören so erstmal nicht hinbekommen kann. Und NEIN, sie sind nicht talentierter als die anderen Chöre: Die SoulKeepers wickeln gesanglich und menschlich alles um den Finger. Die Soulistix sind Gänsehaut pur mit hervorragenden Solisten. JaM ist längst nicht der Chor der "Nullen", selbst dort sitzen richtig gute Leute - die haben nur eben keine Zeit für Leistungsanspruch, sind aber sowohl gut als auch tierisch nett, aber die Survivors sind die, die 3 Mal zur Probe kommen müssen und 5 Mal erscheinen.
- Wir haben mit unserer Philosophie etwas geschaffen, dass innerhalb und außerhalb des Chores funktioniert.
- Wir haben einen Preis gewonnen mit den SoulKeepers, die keine 3 Monate nach ihrer Gründung gleich den Sonderpreis "Chor" der Deutschen Chorjugend absahnten.
- Wir haben ein Musical auf die Beine gestellt (und stellen es noch auf die Beine) mit 12 neuen Songs
- Wir haben Talente entdeckt (wie Frauke Daams als Theaterautorin mit ganz viel Potenzial oder auch in Bezug auf Orga gabs ne Menge zu staunen!)
- Wir haben aus einer Initiative eines Chormitgliedes heraus (nein, ich war es diesmal nicht!) ein Benefizfußballturnier hinbekommen, das trotz sintflutartiger Regenfälle 1600 Euro und 100 Typisierungen für die DKMS einbrachte
- Wir haben ein Kinderfest organisiert
- Und wir haben einen Zusammenhalt, der mich immer wieder staunen lässt

Ich freue mich so sehr, dass ich diesen Weg gegangen bin. Und wenn die Survivors mit "PKUPK" und die Soulistix mit "Global Warming" sowie die SoulKeepers in Verbindung mit dem UNESCO-Wahlpflichtkurs in der KLA auf der Bühne stehen, werde ich da unten am Klavier sitzen (bzw als Eule auf meinem "Ast" hocken) und aufpassen müssen, dass ich nicht heule. Ich heule nie schnell, aber ... Das ist schon echt richtig viel, was wir da gemeinsam gewuppt haben!

Ganz bald übrigens geht www.pkupk.de online. Dann gibts alles zum Musical.

ACH JA! Dazu kann man auch 2 CD's kaufen (auch auf obiger Page übrigens), und zwar einmal das gesamte Musical inklusive Hörspiel, und dann den Soundtrack dazu. Ein Jahr Arbeit und graue Haare ohne Ende haben wir dann hinter uns. Ja.

Zeit für ein Danke an alle inklusive dem lieben Gott. Es läuft!

Robenfoto


Die Roben sind (fast) fertig, und Premiere haben sie bald - am 08.11.2009 um 18 Uhr beim Soulgottesdienst zum Thema "Traurigkeit". Diese Roben sind gar kein Grund zur Traurigkeit, stellen sie doch den Beginn einer neuen Zeit dar.

Bilder vom Überraschungsgig mit den Amatönen




Reingelegt

Ganz zwischen dem üblichen Chaos versteckt, das zur Zeit aus hauptsächlicher Panik besteht (ich erzähl gleich, warum), kommt das Thema "Glad(E)makung" in Verbindung mit einer Geschichte zum Thema "Amatöne" zum Tragen.

Die Amatöne sind ein Gospelchor aus Jade, den ich das erste Mal 2008 besucht und mit dem ich mehrfach seitdem gearbeitet habe. Dieser Chor besteht hauptsächlich aus Erwachsenen (alterstechnisch gesehen) und ist einer der mit Abstand liebenswürdigsten Chöre, die ich kennen lernen durfte. Vor einer Woche war ich mal wieder zu Gast, mit einigen Coaches im Schlepptau, um die Generalprobe für den großen Auftritt beim Oldenburger Gospelfestival zu betreuen und noch ein bisschen für Motivation zu sorgen. Dies tat ich dann auch.
Ein Punkt war der Song "Reign" von Kurt Carr, der sehr schnell und sehr fetzig ist und bei dem die Amatöne halt noch etwas mehr Temperament entwickeln wollten. Ich habe also ein paar nette Adlips gesungen und schon klappte alles, wie man es geplant hat. Hinterher fragten viele, ob ich nicht beim Gospelfestival in der Weser-Ems-Halle mitsingen könne. Nein, wie auch - ich hatte keine Zeit. Das zumindest war das, was ich dem Chor erzählte. Die Planung allerdings ging in andere Richtungen. Jonas, seines Zeichens Chorleiter der Amatöne, und ich hatten längst festgemacht, dass ich dort aufschlage.

Und ich wollte nicht allein dort aufschlagen. Coach Maria und Jo, beide gute Tänzer, haben eine Choreo einstudiert, ich hingegen hab mich mit dem Song auseinandergesetzt und dann freute ich mich darauf, nach Oldenburg zu fahren. 2 Stunden mit dem (jede Milchkanne) anfahrenden Wesersprinter, danach umsteigen und erstmal in die falsche Richtung fahren, dann aber erreichten 2 Tänzerinnen, 2 Daumendrücker und ich endlich die Weser-Ems-Halle. Dort führte man uns (gottseidank ungesehen von irgendwelchen Amatönen) in den Regieraum. Dort hockten wir 2 Stunden im Dunkeln, bis endlich die Veranstaltung los ging. Die Amatöne waren zuerst dran. Der Song, bei dem ich dann im 2. Chorus raus sollte, hingegen kam zum Schluss.
Die Anspannung stieg bei uns dreien. Jo, die erst 13 ist, war aber (denk ich) am nervösesten, aber allein der Mumm, sich vor ca. 2000 Menschen zu stellen und zu tanzen, ist schon großartig. Maria hatte sich auch um die Präsentation Gedanken gemacht, Jo hüpfte von rechts hinein, Maria von links, gleichzeitig hörten die Amatöne mich von hinten singen und dann standen sie mit offenem Mund da. Einige reagierten schnell - und schrien, andere vergaßen vor Schreck das weiter singen, aber es war danach deutlich spürbar, dass die alle wach waren und dann haben die ein Temperament entwickelt, dass es nur noch Spaß machte. Mir blieb die Luft weg, mein Hals war trocken und ich hab die Hälfte der Adlips auch versemmelt, es war aber egal. Weil es Spaß machte. ich bin nicht wegen der Zuschauer gekommen, die waren mir egal. Sondern eben deshalb, weil ich wusste, dass die Sänger sich freuen. Das sind großartige Leute, warm und herzlich, und umso mehr die sich freuen, umso besser. Sie haben die Songs vorher mit soviel Seele gesungen und mit soviel Gefühl, sie waren so, wie ich es mir von ihnen in den Proben erhofft hatte. Sie lernen gern und schnell und sind sich für nichts zu schade. Wie alle Chöre haben auch sie sicher hier und da ihre zwischenmenschlichen Problemchen, aber das merkt man nicht. Sie sind echt mein liebster Workshopchor... Das muss ich einfach mal sagen.

Sie haben die Survivorglad(E)makung mitgemacht und ganz viel für die DKMS-Benefizgeschichte um die 13jährige Sontje auf die Beine gestellt. Sie sind für viele Späße zu haben und auch im Hinblick darauf, dass die meisten erwachsen sind, gefühlte Teenies. Also: www.amatoene.de ... Lohnt sich, dort die nächsten Termine zu checken und vielleicht auch dort den einen oder anderen netten Eintrag im Gästebuch zu hinterlassen.

So. Nun also wieder zurück zu Bühnebildkreation, Kostümpanik, finanziellen Sorgen, Pagedesastern etc.
Sagte ich, dass ich einen neuen Vorstand habe? Sie haben die PR im Griff. Also das ist ja wirklich mal was...

Trotzdem: Leute überraschen ist einfach toll. Es macht kaum etwas mehr Spaß. Vielleicht versteht jetzt der eine oder andere, warum ich so einen Heidenspaß dabei habe.

Sadmakers against Seba?

Sebastian ist ein Junge, den jeder mag. Macht seit seinem 10.
Lebensjahr Musik, hat sich an unzähligen Kampagnen und Aktionen gegen
Gewalt und Diskriminierung beteiligt und ist mittlerweile
Schulsprecher der Kaufmännischen Lehranstalten. Sebastian hat 7 Jahre
bei mir gesungen und nie Ärger gemacht. Ein freundlicher Kerl, klug
und bescheiden. Keiner, der sich zudröhnt, keiner, der Ärger macht,
ein Toller, wie gesagt.
Seba ist gerade 18 geworden und hatte den wilden Plan wie viele
18Jährige, dann auch das erste Mal in eine Disco zu wollen, das war
allerdings keine gute Idee. Denn er wollte in die Bremerhavener
Nachtschicht.
Da hatte er die Rechnung ohne die Diskobetreiber gemacht. An diesem
Abend wollte er mit einem Freund hinein, dieser wurde eingelassen,
Seba nicht: Man wollte keine neuen Gesichter. Sebastian Gesicht war
wohl zu dunkel, er ist Schwarzafrikaner. Dass er besser deutsch
spricht, ...
Unfassbar. Rassentrennung zur heutigen Zeit? Das ist nicht neu für
diesen Laden, habe ich erfahren (ich selbst gehe nicht dahin, weil ich
so schon den ganzen Tag Party habe), aber Seba wehrt sich: Mit der
Nordseezeitung. Gestern erschien der Artikel.
Viele Glad(E)makers kennen und schätzen Seba, und so ist jetzt schon
klar, dass wir auch hier unserer Philosophie entsprechend reagieren.
Wie, erzähl ich euch, denn noch läuft eine Diskussion.
Ich verstehe, dass Zugekiffte, betrunkene und gewaltbereite Idioten
aus Diskos ferngehalten werden sollen. Aber Ausländerquoten? Am besten
bald noch der Hintereingang für Türken, Roma und Schwarze? Ich wäre
für einen Boykott und hoffe, das von Bremerhaven das Zeichen ausgeht,
dass solch ein Verhalten nicht länger gewünscht oder geduldet wird in
dieser Stadt. Bremerhaven an sich ist nicht rassistisch, ich zumindest
habe keinerlei Probleme, das sieht bei türkischen Bremerhavenern
sicher schon wieder anders aus. Aber ich liebe meine Stadt. Und wir
brauchen kein zweites Montgomery...

Yes we... do it again

Das Thema "Kinderrechte" ist ein Thema, das mich ja nicht los lässt. Mich interessiert ganz klar vorrangig, wie die Kinder das eigentlich sehen und ob sie wirklich die Interessen, die sie haben, durch Erwachsene vertreten sehen oder ob ihre Vorstellungen evtl ganz anders sind. Seit "Du bist was wert" grummelt und arbeitet es in mir. Und so habe ich mit den SoulKeepers gemeinsam entschieden, wir machen mehr als nur einen Song draus.

Natürlich gehören zu Projekten auch Kooperationen, so zum Beispiel die mit des UNESCO-Wahlpflichtkurses der Kaufmännischen Lehranstalten (in Bremerhaven als "KLA" bekannt) und der leitenden Lehrerin, Frau Anne Schmeckies, mit der mich eine herzliche Freundschaft und einige Erfahrungen in vergangenen Projekten verbindet.

So kommen die ca. 15 Jugendlichen demnächst in unsere SoulKeepers-Proben und wir im Gegenzug auf die Bühne des Antirassismus-Musiktheaters dieses Kurses, das am 26.11.2009 aufgeführt werden soll. Es geht um herausragende Persönlichkeiten im Kampf gegen diese besondere Unart der Menschheit, also Menschen, die sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Ausgrenzung gewehrt haben, so also Martin Luther King, Rosa Parks, Nelson Mandela, Mahatma Ghandi etc., und es erzählt die eigentliche Geschichte des Obama-Ausspruches "Yes we can".

Warum also nicht mal in die VHS Bremerhaven kommen - oder den Blog des Wahlpflichtkurses anklicken (und was im Gästebuch hinterlassen, damit die Kids des Kurses merken, dass die Arbeit, die sie sich machen, auch wahr genommen wird)?

Hier wird natürlich auch mächtig unterstützt, so zum Beispiel von der Musikercrew von Each one teach one (www.eoto-online.com), dem Lehrerfortbildungsinstitut, der SWB-Bildungsinitiative, der Werkstattschule und vielen anderen interessanten und engagierten Vereinigungen und Organisationen.

Die SoulKeepers gemeinsam mit den SoulKids werden dabei erste Songs aus ihrem neuen Programm "Du bist es wert" vortragen, aber auch afrikanischere Klänge auf die Bühne bringen. Wir freuen uns als Coaches und Initiatoren sehr, dass auf diesem Wege auch wieder Impulse von außen kommen, wie die des Rappers Brown, der eigentlich aus Tennessee stammt, aber nun in Südafrika mit Kids von der Straße arbeitet und ihnen versucht, Perspektiven und Träume zurück zu geben. Er wird im November nach Bremerhaven kommen und dann werden wir sicher wieder eine Menge berichten!

Hier die Linkempfehlung:yeswecansing.blogspot.com

Neue Stichwortgedichte

Folgende Gedichte entstanden auf Wunsch der Nutzer einer MeinVZ-Gruppe. Das jeweilige Wunsch-Stichwort ist gleichzeitig Überschrift.

Du weißt nicht

Du weißt nicht, wo das Brot her kommt,
du weißt nicht, was du lernen sollst,
du weißt nicht, wann der nächste Bus fährst
und auch nicht, warum du schmollst.

Weißt nicht, was ist Klimawandel,
weißt nicht, wer grad Kanzler ist,
weißt nicht, welches Lied du hörn willst
und auch nicht, wer dich vermisst.

Weißt nicht, ob dein Freund verletzt ist,
weißt nicht, ob Herr Shakespeare malt,
weißt nicht, ob du dir nen Hund kaufst
und nicht, wann die ARGE zahlt.

Weißt nicht, was du willst im Leben,
weißt nicht, warum jemand lacht.
Weißt du irgend eine Sache?
Weißt du nicht? Dann gute Nacht...



Improvisation

Was? Du hattest doch erst Pläne,
und die scheitern? Kann passieren.
Musst halt mal flexibler werden
und halt auch improvisieren.

Was? Die Band spielt heute anders,
als sie es beim Proben tut?
Macht nix, singst halt anders weiter.
Hab Vertraun! Wird trotzdem gut!

Was, der Song ist lahm und drückend?
Und kommt gar nicht aus dem Quark?
Machste halt 2 geile Adlips
und der Kram klingt wieder stark.

Was, du weißt nicht, wie man wirklich
in der Not improvisiert?
Hast du denn so im Prozess so
gar kein Ziel mal anvisiert?

Weißt du gar nicht, was du möchtest
oder was erreichbar ist?
Oder glaubst du ganz im Ernst,
das wird so nix - du Pessimist?

Also hör mir zu: Erst such dir,
wo die Reise hingehn muss.
Und visier das Ziel ganz feste
an. Wo soll es sein zum Schluss?

Und dann geh. Und wenn kein Bus kommt,
der dich bis zum Ziel schön fährt,
gehste halt zu Fuß. Du kannst auch
hüpfen, auch nicht so verkehrt.

Wichtig ist, solang du selbst ge-
nau weißt, was geschafft sein soll,
findet immer sich ein Mittel.
Improvisation ist toll.

Denn wenn du mit Störung rechnest
und dich nicht erschrecken lässt,
wirst du jedes Ziel erreichen,
glaub an dich. Gott tut den Rest.


Gefühlschaos

Gefühlschaos

"Chaos" ist mein zweiter Name, sagen meine Freunde oft,
und ich kann euch garantieren: Ich kenn mich tatsächlich aus.
Ich kenn alle Unterarten, hab mich deshalb viel gezofft.
Chaos ist so viel im Leben, um mich rum, und auch zu Haus.

Chaos manchmal in Gedanken, wenn ich sie nicht ordnen kann.
Chaos auf dem Schreibtisch. Trotzdem find ich meine Sachen wieder.
Chaos manchmal in Finanzen, und dann kommen Briefe an.
Und auch Chaos im Gefühlsbereich, dann schreib ich ganz viel Lieder.

Wenn ich frisch verliebt bin, schreib ich. Wenn ich frisch getrennt bin, auch.
Wenn ich mich geärgert habe oder auch vor Freude springe,
wenn ich stinkig bin auf andr'e und mir explodiert der Bauch,
ganz oft wird daraus dann Mucke, die ich oft im Chor dann singe.

Aber ich will mit euch trotzdem ehrlich sein: Auch wenn's so wirkt,
dass in meinem Kopf und Herzen alles durcheinander geht,
ich weiß meinen roten Faden, hab mich oft dafür verbürgt,
und zum Schluss hat alles seine Ordnung und die Sache steht.

Pax beginnt Probenarbeit



Vivian Glade unterwegs erreichen:
Per Sms an 0151 58 87 2341
Per Mail an vivgee@googlemail.com

Gedanken zum Musical

Klimawandel: Ich war immer dafür. Nach wie vor gehört dies neben einer Reise nach Island zu den Dingen, die zu meinen frühesten Träumen gehören. Stellen Sie sich mal vor: Menschen begegnen Ihnen immer mit Respekt, halten einen vom Fallen ab und freuen sich mit Ihnen mit, wenn es gut läuft!! Aus diesem Grunde gibt es sie, die "Frohmacher", wo es genau darum geht: Respekt, ein bisschen Wärme, freundliche Worte und Grenzen, die man deshalb aufgezeigt kriegt, damit man nicht am Ende zu leiden hat. Deshalb sollen sie auch den Erlös des Albums bekommen, denn ich glaube, jeder dieser Gladmaker kann Zeichen für einen zwischenmenschlichen Klimawandel setzen. Und wenn es dann noch hilft, dass der eigentliche Klimawandel abgemildert oder aufgehalten wird, dann sehe ich eines Tages gute Chancen auf ein palmenfreies Island und einen lieben Gott, der sich freut. Weil wir durch den Schutz seiner Schöpfung letztlich ihm Respekt erwiesen haben...

Familyparty läuft

Zwei Eisbären geben Autogramme, Kuchen, Tombolalose, Getränke für
unglaubliche 50 Cent und nachher ein tolles Konzert, und das alles,
damit Kinder in Angola und Sambia etc eine Chance auf Zukunft haben!
Also packt alle Kinder ein, derer ihr habhaft werdet und kommt zur
Petruskirche Grünhöfe! JETZT!!!!!

Wer dir Gutes tut, dem tue Gutes

Am Freitag (21.08.2009) ist es Zeit, einer ganzen Menge Leute Gutes zu
tun. Warum? Weil uns danach ist. Manche haben viel für uns getan, das
sind Leute wie die von der Freien Christengemeinde aus Bremerhaven und
Cuxhaven, die GEWOBA, die uns zwei Jahre lang unterstützte, die
Drahtseilwerke als Nebenkostenzahler für den Probenraum, die Gemeinde
selbst in ihrer Großartigkeit, aber auch die Menschen hier in
Grünhöfe und, ganz klar, UNICEF und die Wulfesstiftung, letztere
machte die Soulkeepers erst möglich .
Also machen wir ab 14.30 Uhr eine Familyparty, beginnend mit einem
tollen Kinderfest: Spieleparcour, Kaffee und Kuchen, Kinderrechtewand,
einer supertollen Tombola ( deren Preise sind einfach Klasse! Ich hab
sie gesehen) und im Anschluss daran stellen sich die drei
Leistungschöre dem Publikum. Gegen 15 Uhr gibt's eine Autogrammstunde
der Eisbären Lipke und Esterkamp, und die Schirmherrin Frau Marieluise
Beck wird höchstselbst erleben, wie erfrischend Grünhöfe sein kann.
Ich freue mich tierisch auf das Konzert. Die Soulkeepers stellen
Auszüge aus ihrem künftigen Knderrechteprogramm vor, die Survivors
zwei Musicalstücke, die Soulistix haben Premiere als Chor und zeigen
einen anderen Weg der musikalischen Darbietung. Wo bei den Survivors
als Ur-Glad(E)makers ehe die Post abgeht, sind die Soulistix
soundbedachter und in der musikalischen Darbietung intensiver. Es
trifft quasi Action auf Emotion, qualitativ sind beide High Level. Und
die SoulKeepers sind eh eine Welt für sich, und wenn man bedenkt, wie
lange die meisten singen (seit 6 Monaten), die sind kein Stück
langweiliger als Survivors oder Soulistix und ganz sicher kein
Jugendchor, der nur durch den Niedlichkeitsfaktor besticht, sondern
durch Power und Authentizität und Können.
Bleibt zu hoffen dass der Stadtteil diesen Freitag im positivsten
Sinne des Wortes nicht vergisst und dass wir Unicef und Petruskirche
stolze Summen für deren jeweilige großartige Arbeit zukommen lassen
können. Und dass Ranch die drei neuen Gruppen gerammelt voll sind. Da
wären die Soulkids, die ab Dienstag los legen und die JaM-
SängerInnen, die ab 03.09.2009 in ihr erstes Chorprojekt starten mit
den Gospelclassics.
Also: Weitersagen! In Grünhöfe sind alle willkommen und dann in den
Gruppen Kleine und Große!

Musik im Fluss

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4 Boote und etliche Partys am Geesteufer, auf jedem Boot Musik und
an Land etliche Neugierige: Das war "Musik im Fluss".

Zwei Stunden an Deck der "Dorsch", einem ARD-Fernsehteam, dass die
gesamte Zeit über drehte, im weiteren Verlauf immer heiserer werdende
Sänger, die tapfer ohne P/A Richtung Land sangen / brüllten und
qualitativ immer weniger bringen konnten, das war die trotzdem total
coole Veranstaltung für uns, allerdings hatten sie da schon eine Probe
und eine Hochzeit nahe Hagen hinter sich, die Probe war bereits
morgens und durchaus an sich schon fordernd.

In der Reihe "Bilderbuch Deutschland kann man nun (wahrscheinlich) am
01.11.2009 unsere Survivors, Soulistics und Soulkeeperchen in der ARD
erleben. Bin ja gespannt. Musikalisch war es kein Höhepunkt. Aber bei
aller sonstigen Liebe zur Qualität, heute ging nix besser. Aber selten
war ein Gig witziger!

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Ihr habt die Wahl


Wie könnte eine Hundedame kleinen Kindern erklären, wie man vielleicht was zum Thema Wetter beitragen kann - Wie versteht auch ein kleineres Kind, wie man dazu beitragen kann, den Klimawandel zu verlangsamen? Diese Frage stellte sich mir. Eigentlich sollte an dieser Stelle CO2 kommen, allerdings haben wir uns im Verlauf entschieden, diesen als "Opener" zu nutzen. Und so bekam die Hofhunddame was Neues. Ich glaube, die Entscheidung war richtig, denn der Song fetzt und ist bedeutend temperamentvoller als "CO2", der hingegen schöner Soul und ruhig und ein klasse Einstieg.


Vers 1:
Dem Wetter endet die Geduld, doch die Tiere haben keine Schuld.
Auch der liebe Gott hat nix getan. Die Menschen haben Schuld daran.
Und wollt ihr wieder sicher leben,kann ich euch einen Ratschlag geben.
Sonst gibt das Wetter keine Ruh. Und darum hört mir jetzt gut zu:

Chorus:
Lasst mal den Fernseher stehn, ne Runde lesen ist doch schön,
ein Berg Fleisch ist nicht der Brüller, das Gemüse ist Magenfüller Nr.1.
Ruhig mal mit Wasser geizen und nur im Winter heizen.
Am romantischsten ist schlicht und einfach immer noch das Kerzenlicht.

Ihr habt die Wahl.

Vers 2:
Der Erdölvorrat ist bald hin, doch sie verschleudern das Benzin.
Die Luft füllt sich mit CO2, und ihnen ist es einerlei.
Gott hat alles den Menschen anvertraut,doch die ham ihren Job versaut.
Oh ja, man hört sie übers Wetter klagen. Es ist Zeit den Menschen, bescheid zu sagen.

Chorus:
Wozu in den Urlaub flliegen? Man kann auch hier im Garten liegen,
Und im Sommer Heizung aus, und wenn euch kalt wird, geht mal raus,
Und lasst das Auto stehn. Denn auch Spazierengehn ist schön.
Auch ne Festtagsbeleuchtung braucht man nicht, denn kuscheliger ist eh das Kerzenlicht.

Ihr habt die Wahl.


Bridge:
Sie lernen Gottseidank, und sie werden es auch müssen,
doch wie sehr wir auf der Kippe stehn, das müssen sie doch wissen!
Co2 ist das Verderben. Solln ihre Kinder das so erben?
Es ist soweit! Es ist unsere Zeit!


Chorus:
Und spart ihr Wasser, Strom und Gas, macht das Leben wieder Spaß.
Unser Wetter kommt ins Lot und kein Wesen mehr so in Not,
Es ist Eure Chance und eine Sache der Balance,
Eure Kinder dankens später. Wiederholt nicht die Sünden eurer Väter.

Ihr habt die Wahl.

Party am See (Froschchorkanon)

Der Rekordsong: Ich brauchte für die Umsetzung keine 60 Minuten, da war er geschrieben, arrangiert und im Kasten. Und er macht gute Laune. Schließlich hat selbst dieser reine Partysong noch seine Message: Schließlich wollen die Tiere die Menschen ja wieder "zu Verstand bringen". Und eine Hiphopumsetzung ist es, die eines wunderbaren Kinderkanons, den ich sehr liebe!

Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner
Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner


Hey ho ihr alle, ob groß, ob klein
wir laden euch zur Party des Jahrhunderts ein
denn der Chor ist da! Was für eine Sensation
und Platz da - sie kommen schon!
Und sie werden heute dancen und sie werden heute singen,
um die Menschen endlich einmal wieder zu Verstand zu bringen!
Und wir grooven, dancen, singen und wir machen das so:
Everybody says Hey Ho!

Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner
Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner


Kommt ran, Mann, dann schreiten wir zur Tat
wir sind uns absolut sicher, dass hier jeder voll was drauf hat
Alle Großen, Dicken, Kleinen, die gern lachen oder weinen,
ob schwarz, weiß, braun, euch kann man alles zutraun.
Und wir werden für euch dancen und wir werden mit euch singen,
um mit unsern die Menschen wieder zu Verstand zu bringen.
Und weil's mit Musik ist, wird auch jeder dabei froh.
Also nochmal: Hey ho!

Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner
Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner


Everybody says Hey (Hey) ho (ho)
Everybody says blablabla ( blablabla)
everybody says Yeah (yeah) yo (yo)
der Chor ist wieder da! Jaaaaaaa....


Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner
Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See
Ball und Konzert und ein großes Diner

Vergeben

ERWISCHT! Arro hat Mist gebaut. Was er emfinden könnte, erzählt dieser Song. Für mich total überraschend haben ganz viele Menschen auf diesen Song extrem emotional reagiert. Ich hingegen bin mit der musikalischen Umsetzung am wenigsten zufrieden. Manche Songs wollen einfach nicht...


Vers 1)
sag, was ist denn los, schaut mich nicht so an
ihr fragt, wie man sich mit all dieser Schuld noch sehn lassen kann
was hab ich getan, mir wird kalt
ich wollte was gut für mich war , doch so war das nie gewollt
und jetzt kann ich den Schmerz tief in euren Augen sehn
und nichts ist schrecklicher im Leben
als dieser Schmerz pur, ich wünschte nur
ihr könntet mir vergeben

Vers 2)
es war ganz im Stilln, es war ganz versteckt
es war kein Hintergedanke dabei und ich fühl mich entdeckt
ich seh euch enttäuscht, ich seh so viel Wut
glaubt mir wenn ich irgend kann mach ich all das auch wieder gut
und jetzt kann ich die Enttäuschung in euren Augen sehn
und nichts ist lähmender im Leben
als Enttäuschung pur, ich wünschte nur
ihr könntet mir vergeben

Chorus 1
wir alle haben schon was falsch gemacht
wir alle haben schon mal falsch gedacht
was Schuld betrifft, steht keiner ganz allein
doch wer ohne Sünde ist, werfe den ersten stein


Vers 3)
wir kennen das wohl , wissen wie das ist
und das man so manche Sünde sein Leben lang nicht vergisst
wir sind aber da, lassen dich nicht allein
wenn sogar Gott das kann, wolln auch wir dir gern verzeihn
keiner kann ohne Vergebung durch das Leben gehn
denn nichts ist herrlicher im Leben
als Hoffnung pur, wir wünschen uns nur
ein jeder von uns lernt vergeben

ein jeder von uns hat immer eine Wahl
komm trau dich, mach es besser nächstes Mal
du lernst daraus wir werden bei dir sein
wer ohne Sünde ist, werfet den ersten stein


Vers 4)
ist das denn wahrhabt ihr mir verziehn
ich will mich ja ändern, hoffentlich krieg ich das auch hin
wir helfen dir auf, geh Schritt für Schritt für Schritt für Schritt
denn wer sich wirklich müht, nimmt Gott auf der Reise mit
nicht zu vergeben hat uns allen ziemlich weh getan
doch nichts ist herrlicher im Leben
als Vergebung pur, das ist unsere Natur
Denn wer vergibt, hat Gottes Segen